Link Georg-August-Universität Göttingen
Universität Göttingen

Kuratoren und Direktoren der einzelnen geowissenschaftlichen Sammlungen  

Abel, Othenio (*20.06.1875, Wien – †04.07.1946, Pichl am Mondsee) – 1935-1940

Nach Promotion (1899) und Habilitation (1901) an der Universität Wien ab 1907 dort Professor für Paläontologie (später Paläobiologie). 1934 Zwangspensionierung nach seiner Wahl zum Rektor der Universität Wien (1932), welche jedoch von einem mißglückten Attentat begleitet war. Zwischen 1935 und 1940 (Emeritierung) Lehrstuhlinhaber und Professor für Paläontologie sowie Direktor des Paläobiologischen Institutes der Universität Göttingen. Wichtige Arbeiten: „Die Sirenen der mediterranen Tertiärbildungen Österreichs“ (1904), „Les Odontocètes du Boldérien (Miocène supérieur) d’Anvers“ (1905), „Die Stammesgeschichte der Meeressäugetiere“ (1907), „The genealogical history of the marine mammals“ (1908), „Die Rekonstruktion des Diplodocus“ (1910), „Allgemeine Geologie: Bau und Geschichte der Erde und ihres Lebens“ (1910), „Kritische Untersuchung über die paläogenen Rhinocerotiden Europas“ (1910), „Grundzüge der Paläobiologie der Wirbeltiere“ (1911, 1912), „Die Abstammungslehre“ [O. Abel & A. Brauer] (1911), „Die Vorfahren der Bartenwale“ (1913), „Die vorzeitlichen Säugetiere“ (1914), „Die Tiere der Vorwelt“ (1914), „Paläobiologie der Cephalopoden aus der Gruppe der Dibranchiaten“ (1916), „Allgemeine Paläontologie“ (1917, 1921), „Die Stämme der Wirbeltiere“ (1919), „Lehrbuch der Paläozoologie“ (1920, 1924), „Die Methoden paläobiologischer Forschung“ (1921), „Lebensbilder aus der Tierwelt der Vorwelt“ (1922, 1927), „Die vorweltlichen Tierein Märchen, Sage und Aberglauben“ (1923), „Die Eroberungszüge der Wirbeltiere in die Meere der Vorzeit“ (1924), „Geschichte und Methode der Rekonstruktion vorzeitlicher Wirbeltiere“ (1925), „Amerikafahrt: Eindrücke, Beobachtungen und Studien eines Naturforschers auf einer Reise nach Nordamerika und Westindien“ (1926), „Die österreichischen Alpen“ [O. Abel & H. Leitmeier] (1928), „Das biologische Trägheitsgesetz“ (1928), „Los animalos prehistóricos“ (1928), „Paläobiologie und Stammesgeschichte“ (1929), „Das Skelett der Eurhinodelphiden aus dem oberen Miozän von Antwerpen“ (1931), „Die Stellung des Menschen im Rahmen der Wirbeltiere“ (1931), „Die Drachenhöhle bei Mixnitz“ [O. Abel & G. Kyrle] (1931), „Das Leben der Vorzeit und seine Erforschung“ (1932), „Vorzeitliche Lebensspuren“ (1935), „Das europäische Mammut (Elephas primigenius Blumenbach)“ (1936), „Tiere der Vorzeit in ihrem Lebensraum“ (1939), „Vorzeitliche Tierreste im deutschen Mythus, Brauchtum und Volksglauben“ (1939).

 

Andrée, Karl Ernst (*10.03.1880, Bad Münder/Deister – †18.08.1959, Göttingen) – (1915-1945, 1946-1958)

1904 Promotion an der Universität Göttingen, 1910 Habilitation und Privatdozent (1910-1915) an der Universität Marburg, zwischen 1915-1945 o. Professor für Geologie und Paläontologie (zeitweise auch Rektor) an der Albertus-Universität Königsberg (heute Kaliningrad, Rußland) sowie Direktor der Königsberger Bernsteinsammlung, die 1944 über Göttingen ausgelagert wurde und 1958 in die Obhut der Georgia Augusta gegeben wurde; danach zwischen 1946-1951 Hochschullehrer an der Universität Göttingen. Wichtige Arbeiten: „Der Teutoburger Wald bei Iburg“ (1904), „Verschiedene Beiträge zur Geologie von Canada“ (1914), „Geologie des Meeresbodens“ (1920), „Geologie in Tabellen für Studierende der Geologie, Mineralogie und des Bergfachs, der Geographie und der Landwirtschaft“ (1921-1922), „Karl Ernst Adolf von Hoff als Schriftgelehrter und die Begründung der modernen Geologie“ (1930), „Der Bernstein und seine Bedeutung in Natur- und Geisteswissenschaften, Kunst und Kunstgewerbe, Technik, Industrie und Handel“ (1937), „Regionale Geologie der Erde“ [K. Andrée, A. Brouwer & W. H. Bucher, Hrsg.] (1938-1941), „Der Bernstein: das Bernsteinland und sein Leben“ (1951), „Hundert Jahre Evolutionsforschung: das wissenschaftliche Vermächtnis Charles Darwin“ [K. Andrée & G. Heberer] (1960).

 

Bederke, Erich (*03.06.1895, Grünberg/Schlesien – †1978, Göttingen) – 1946-1965

1923 Habilitation an der Universität Breslau (heute Wrocław, Polen); dort zwischen 1931–1945 o. Professor für Geologie sowie Direktor des Geologischen Institutes. Ab 1946, bis zu seiner Emeritierung o. Professor für Geologie an der Universität Göttingen. Wichtige Arbeiten: „Serpentinverwitterung im Zobtengebiet und ihre Altersstellung“ (1918), „Das Devon in Schlesien und das Alter der Sudetenfaltung“ (1924), „Die tektonische und magmatische Stellung der schlesischen ‚Syenite’“ (1927), „Die varistische Tektonik der mittleren Sudeten“ (1929), „Alter und Metamorphose des kristallinen Grundgebirges im Spessart“ (1957), „Atlas zur Geologie“ [E. Bederke & H. G. Wunderlich] (1968).

 

Behr, Hans-Jürgen (*09.04.1932, Annaberg – †28.07.2003, Göttingen) – 1976-2000

Abschluß des Geologie-Studiums 1957 an der Bergakademie Freiberg/Sa.; danach am dortigen Geologischen Institut bis 1968 Assistent und Oberassistent; die Promotion erfolgte 1961, die Habilitation in Geologie 1967. Ab 1974 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mineralogie und Petrologie der Ruhr-Universität Bochum; dort habilitierte er sich im selben Jahr in Mineralogie. 1975 folgte er dem Ruf auf die Professur für Geologie (Nachfolge H. Martin) an der Georg-August-Universität Göttingen. Wichtige Arbeiten: „Beiträge zur petrographischen und tektonischen Analyse des sächsischen Granulitgebirges“ (1961), „Konvergenzerscheinungen am Rande des sächsischen Granulits“ [K. H. Scheumann & H.-J. Behr] (1963), „Die Korngefügefazies der Zweigürteltektonite im kristallinen Grundgebirge Sachsens“ (1964), „Technik-Wörterbuch Engl.-Dt., Dt.-Engl.“ [H.-J. Behr & W. Bachmann, Hrsg.] (1973-1974, 1981-1982, 1987-1988), „The effect of deformation on rocks“ [G. S. Lister & H.-J. Behr, Hrsg.] (1980), “Observation of the continental crust through drilling” [H.-J. Behr & C. B. Raleigh, Hrsg.] (1987), “Kontinentales Tiefbohrprogramm: Dynamik der Lithosphäre” [H.-J. Behr & T. Heinrichs] (1990).

 

Blumenbach, Johann Friedrich (*11.05.1752, Gotha – †22.01.1840, Göttingen) – 1776-1840

Nach Abschluß des Gymnasiums (1769), Studium der Medizin an der Universität Jena; dort auch der Besuch von Vorlesungen zur Naturgeschichte bei Johann Ernst Immanuel Walch (1725-1778). Im Herbst 1772 Wechsel an die Georgia-Augusta. Dort im September 1775 Promotion. Ab 1776 a. o. Professor, ab 1778 o. Professor für Medizin und Naturgeschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. Ebenfalls Unter-Aufseher (1776), später dann bis zu seinem Tode 1. Aufseher und Direktor des 1773 gegründeten „Königlich-Academischen Museums“. Aufgrund seiner zahlreichen Kontakte mit in- und ausländischen Wissenschaftlern, aber auch wichtigen politischen Persönlichkeiten, kommt Blumenbach eine Schlüsselrolle in der Entwicklung des Göttinger Universitätsmuseums, wie auch bei der Aquisition von Sammlungmaterial zu. Wichtige Arbeiten: „De generis humani varietate nativa liber“ (1776, 1781, 1795), „De sinibus frontalibus“ (1779), „Handbuch der Naturgeschichte (in 12. Auflagen zwischen 1779-1830), „Über den Bildungstrieb und das Zeugungsgeschäfte“ (1781), „Medicinische Bibliothek“ [Hrsg.] (1783-1795), „Geschichte und Beschreibung der Knochen des menschlichen Körpers“ (1786, 1807), „Introductio in historiam medicinae litterariam“ (1786), „Institutiones physiologicae“ (1786, 1798, 1810, 1821), „De oculis leucaethiopum et iridis motu“ (1786), „Specimen physiologiae comparatae inter animantia calidi et frigidi sanguinis“ (1787, 1789), „De nisu formativo et generationis negotio“ (1787), „De vi vitali sanguinis“ (1788), „Über den Bidungstrieb“ (1789, 1791), „Anfangsgründe der Physiologie“ (1789, 1795), „Decas collectionis suae craniorum diversarum gentium illustrata“ (1790, 1793, 1795, 1800, 1820), „Anatomie des menschlichen Körpers“ (1790), „Beyträge zur Naturgeschichte“ (1790-1811), „Grondbeginselen der natuurkunde van den mensch“ (1791), „An essay on generation“ (1792), „Haandbog i Naturhistorien“ (1793), „Observations on some Egyptian mummies opened in London“ (1794), „Elements of Physiology“ (1795), „Fiziologija ili nauka o estestvě čelověčeskom“ (1796), „Abbildungen naturhistorischer Gegenstände“ (1796-1800, 1802, 1804, 1810, 1827, 1830), „Institutions physiologiques“ (1797), „Rukovodstvo k’estestvennoj istorii“ (1797), „Über die natürlichen Verschiedenheiten im Menschengeschlechte“ (1798), „Kleine Schriften zur vergleichenden Physiologie und Anatomie und Naturgeschichte gehörig“ (1800, 1804-1805, 1809), „Někotoryja razsuždenija, počerpnutya iz natural’noj istorij“ (1801), „Handboek der natuurlijke historie of natuur-geschiedenis“ (1802), „Specimen archaeologiae tellurio terrarumque imprimis Hannoveranarum“ (1803-1816), „Manuel d’histoire naturelle“ (1803), „Handbuch der vergleichenden Anatomie“ (1805, 1815, 1824), „De l’unité du genre humain et de ses varietés“ (1806), „A short system of comparative anatomy“ (1807, 1827), „Specimen historiae naturalis“ (1808, 1816), „De quorundam animantium coloniis sive sponte migratis sive casu aut studio ab hominibus aliorsum translatis“ (1823), „Tabula anatomica Leonardi da Vinci summi quondam pictoris e Bibliotheca Augustissimi Magnae Britanniae Hannoveraeque regis depromta, venerem observam e legibus naturae hominibus solam convenire, ostedens“ (1830).

 

Correns, Carl W. (*19.05.1893, Tübingen – †29.08.1980, Göttingen) – 1938-1961

Studierte an den Universitäten Tübingen, Münster und Berlin, wo er an letzterer 1920 mit einer sedimentpetrographischen und paläontologischen Arbeit promovierte. Von November 1920 bis Juli 1921 Assistent am Geologischen Institut der Universität München. Danach bis 1927 Geologe an der Preußischen Geologischen Landesanstalt. 1925 Habilitation an der Universität Berlin und Ernennung zum Privatdozenten. 1926-1927 Mitglied der Deutschen Atlantischen Expedition („Meteor-Expedition“). Ab September 1927 a. o. Professor (ab April 1930 o. Professor) und Direktor des Instituts für Mineralogie und Geologie an der Universität Rostock. Zwischen Oktober 1938 und September 1961 o. Professor an der Universität Göttingen; erster Direktor des neugegründeten Sedimentpetrographischen Instituts, ab 1941 zusätzlich Direktor des Mineralogisch-Petrographischen Instituts sowie ab 1949 geschäftsführender Direktor der Mineralogischen Anstalten der Universität Göttingen. 1951 Ablehnung eines Rufes als Direktor des Max-Planck-Instituts für Silikatforschung in Würzburg. Verschiedene Gastprofessuren: 1954 Scripps Institute (La Jolla, USA), 1958 Universität São Paulo (Brasilien), 1963-1964 Rice University in Houston (USA) und 1965 University of Washington. 1959-1969 Leiter des „Zentrallaboratoriums für stabile Isotope“. Zahlreiche wissenschaftliche und akademische Ämter, so z. B. Präsident der Akademie der Wissenschaften in Göttingen (1942-1949), Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät in Göttingen (1943-1944), Vorsitzender der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft (1951-1952), Vizepräsident und Präsident der „International Association of Sedimentologists“ (1952-1958) sowie Präsident der „Commission on Petrology“ in der „International Union of Geological Sciences (IUGS)“ (1968-1972). Wichtige Arbeiten: „Die petrographisch wichtigen Methoden der Kolloidchemie“ (1925), „Bericht über sedimentpetrographische Arbeiten auf der Deutschen Atlantischen Expedition“ (1928), „Woraus besteht der Tiefseeboden?“ (1934), „Die Sedimente des äquatorialen Atlantischen Ozeans“ (1935, 1937), „Die Entstehung der Gesteine: Ein Lehrbuch der Petrogenese“ [T. F. W. Barth, C. W. Correns & P. Eskola] (1939, 1960, 1970), „Einführung in die Mineralogie (Kristallographie und Petrologie)“ (1949, 1968), „Über den Ursprung der Elemente in Sedimentgesteinen“ (1972).

 

Drescher-Kaden, Friedrich Karl (*10.05.1894, Münster – †30.03.1988, Bonn) – 1936-1941

Zwischen 1936-1941 o. Professor für Mineralogie an der Georg-August-Universität Göttingen. Später am Mineralogisch-Petrographischen Institut der Universität Hamburg tätig. Wichtige Arbeiten: „Über Schollenassimilation und Kristallisationsverlauf im Bergeller Granit“ (1940), „Die Feldspat-Quarz-Reaktionsgefüge der Granite und Gneise und ihre genetische Bedeutung“ (1948), „Granitprobleme“ (1969), „Aplitische Gänge in Graniten und Gneisen“ (1974), „Transformists’ petrology“ [F. K. Drescher-Kaden & S. S. Augustithis] (1982).

 

Goldschmidt, Viktor Moritz (*27.01.1888, Zürich – †20.03.1947, Oslo) – 1929-1935

Studium und Promotion (1911) an der Universität Oslo, 1911/1912 kurz an der Universität München, ab 1912 Dozent, ab 1914 a. o. Professor und Direktor des Mineralogischen Institutes der Universität Oslo. 1917 wurde er Vorsitzender des norwegischen Rohstoffkomitees. 1929 folgte er dem Ruf (Nachfolge O. J. Mügges) auf die o. Professur für Mineralogie und Petrographie an der Georg-August-Universität Göttingen. 1935 mußte er aufgrund der veränderten politischen Situation in Deutschland nach Oslo zurückkehren und war dort bis 1942 Direktor des Mineralogisch-geologischen Museums. Nach der kriegsbedingten Besetzung Norwegens und drohender Deportation, flüchtete Goldschmidt 1942 über Schweden nach England, wo er in einem landwirtschaftlichen Laboratorium in Rothamsted wirkte. Bald nach seiner Rückkehr nach Oslo (1946) erlag der noch nicht 60jährige im März 1947 in Vestre Aker b. Oslo einem Schlaganfall. V. M. Goldschmidt gilt als Begründer der modernen systematischen Geochemie. Wichtige Arbeiten: „Die Kontaktmetamorphose im Kristianagebiet“ (1911), „Geologisch-petrographische Studien im Hochgebirge des südlichen Norwegens I bis V“ (1912-1921), „Über die Struktur der Krystalle“ (1915), „Der Stoffwechsel der Erde“ (1921), „Geochemische Verteilungsgesetze der Elemente I bis IX“ (1923-1938), „Geochemie“ [nach seinem Tode hrsg. von A. Muir] (1954).

 

Harder, Hermann (*1923 – †2005) – 1966-1992

Zwischen 1966 und 1992 o. Professor und Direktor des Sediment-Petrographischen Instituts der Georg-August-Universität.

 

Hausmann, Johann Friedrich Ludwig (*22.02.1782, Hannover – †26.12.1859, Göttingen) – 1811-1859

Studierte ab 1800 Rechts- und Naturwissenschaften an der Universität Göttingen, 1803 Bergamts-Auditor in Clausthal und Zellerfeld, 1805 braunschweigischer Kammersekretär sowie ab 1809 Generalinspektor der Berg-, Hütten- und Salzbergwerke des damaligen Königsreichs Westphalen. 1808 erhielt er aufgrund seiner zahlreichen geologischen Veröffentlichungen den Dr. phil. der Universität Göttingen, wo er 1811 Professor für Mineralogie und Technologie wurde. Ab 1815 Mitaufseher, zwischen 1840-1859 Direktor des „Königlich-Academischen Museums“. Wichtige Arbeiten: „Entomologische Bemerkungen“ (1799), „De animalium exsangium respiratione“ (1803), „Krystallogische Beiträge“ (1803, 1822), „Etwas über die allgemeinen Wirkungen der Krystallisationskraft“ (1803, 1809), „Versuch eines Entwurfs zu einer Einleitung in die Oryktognosie“ (1805), „Norddeutsche Beiträge zur Berg- und Hüttenkunde“ [Hrsg.] (1806-1810), „Entwurf eines Systems der unorganisirten Naturkörper“ (1809), „Primae lineae technologiae generalis“ (1811), „Reise durch Skandinavien“ (1811-1818), „Handbuch der Mineralogie“ (1813, 1828, 1847), „Specimen de relatione inter corporum naturalium anorganicorum indoles chemicas atque externas“ (1813), „Observationes de pyrite gilvo, hepatico et radiato auctorum“ (1814), „Observationes de pyrite giluo“ (1816), „Specimen crystallographiae metallurgico“ (1819, 1820), „De arte ferri conficiendi veterum, imprimis Graecorum atque Romanorum“ (1819), „De arte ferri conficiendi veterum, inprimis Graecorum et Romanorum“ (1820), „Untersuchungen über die Formen der leblosen Natur“ (1821), „De Apenninorum constitutione geognostica“ (1823), „De rei agrariae et saltuariae fundamento geologico“ (1823), „Uebersicht der jüngeren Flötzgebilde der Weser, mit vergleichender Berücksichtigung ihrer Aequivalente in einigen anderen Gegenden von Deutschland und in der Schweiz“ (1824), „Studien des Göttingischen Vereins Bergmännischer Freunde [Hrsg.] (1824-1858), „Versuch einer geologischen Begründung des Acker- und Forstwesens“ (1825), „Umrisse nach der Natur“ (1831), „De origine Saxorum per Germaniae septembrionalis regiones arenosas dispersorum commentatio“ (1831), „Ueber den gegenwärtigen Zustand und die Wichtigkeit des Hannoverschen Harzes“ (1832), „De Hispaniae constitutione diagnostica“ (1832), „Commentatio de usu experientiarum metallurgicarum ad disquisitiones geologicas adjuvandas“ (1838, 1841), „Kleinigkeiten in bunter Reihe: Bemerkungen und Betrachtungen über Gegenstände der Natur und Kunst“ (1839-1859), „Untersuchungen über die Bildung des Harzgebirges“ (1839, 1842, 1843), „Über das Gebirgssystem der Sierra Nevada und das Gebirge von Jaen im südlichen Spanien“ (1842, 1843), „Geologische Bemerkungen über die Gegend von Baden bei Rastadt“ (1844, 1845), „Ein Blick auf die äußere Geschichte der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen in ihrem ersten Jahrhundert“ (1851, 1852), „Bemerkungen über den Zirkosyenit“ (1852, 1853), „Neue Beiträge zur metallurgischen Krystallkunde“ (1852, 1853), „Salzbrunner Skizzen: ein Scherflein zur Unterstützung der im Herbst 1854 in der Schlesischen Odergegend Überschwemmten“ (1855), „Über die durch Molekularbewegungen in starren leblosen Körpern bewirkten Formveränderungen“ (1856), „Über die Krystallformen des Cordierits von Bodenmais in Bayern“ (1859), „Über den Einfluß der Beschaffenheit der Gesteine auf Architektur“ (1860).

 

Jahnke, Hans (*21.02.1941, Posen) – 1976-2004

Studium der Geologie und Paläontologie in Göttingen und München; Diplom (1966) und Promotion (1970) an der Georg-August-Universität Göttingen. Zunächst Assistent am Lehrstuhl für Paläontologie, zwischen 1976 und 2004 einer der beiden Kustoden der Sammlungen für Geologie und Paläontologie.

 

Klein, Johann Friedrich Carl [= Karl] (*15.08.1842, Frankfurt/M. – †23.06.1907, Berlin) – 1877-1887

Naturwissenschaftliches Studium in Hohenheim, Berlin, Tübingen und Heidelberg; 1868 Promotion, 1869 Habilitation, 1873-1877 a. o. Professor an der Universität Heidelberg, dort mit eigenen Mittel Aufbau einer Unterrichtssammlung, die später vom preußischen Staat für die Universität Göttingen erworben wurde; zwischen 1877-1887 o. Professor und Direktor des mineralogischen Instituts der Georg-August-Universität Göttingen (1885/1886 Rektor der Georgia-Augusta). Danach bis zu seinem Tode Lehrstuhlinhaber für Mineralogie und Petrographie an der Universität Berlin; dort Betreuung des Umzuges der mineralogisch-petrographischen Sammlungen aus dem alten Universitätsgebäude in das neu erbaute Museum für Naturkunde; im Dezember 1889 feierliche Eröffnung durch den Kaiser und gleichzeitige Ernennung Carl Kleins zum Geheimen Bergrat. Besondere Beschäftigung in Göttingen und Berlin mit den dortigen Meteoritensammlungen. Wichtige Arbeiten: „Mineralogische Mitteilungen I bis XV“ (1871-1898), „Einleitung in die Krystallberechnung“ (1876), „Die Meteoritensammlung der Universität Göttingen am 2. Januar 1879“ (1879), „Studien über Meteoriten, vorgenommen auf Grund des Materials der Sammlung der Universität Berlin“ (1906).

 

Koenen, Adolf von (*21.03.1837, Potsdam – †05.05.1915, Göttingen) – 1881-1907 (1915)

Nach einer anfänglichen Ausbildung zum Bergmann (1858-1860) wandte sich von Koenen dem naturwissenschaftlichen Studium in Berlin zu, welches er bei Ernst Beyrich 1865 mit der Promotion abschloß. Schon zwei Jahre später (1867) folgte die Habilitation an der Universität Marburg (b. R. W. Dunker), wo von Koenen bis zum Sommer 1881 blieb. Er wurde dort 1873 zum a. o. und später (1878) zum o. Professor ernannt. Er folgte dann 1881, als Nachfolger des früh verstorbenen C. Seebach, einem Ruf der Georg-August-Universität Göttingen. Er war dort bis Ostern 1907 Professor für Geologie und Paläontologie sowie Direktor des Geologisch-Paläontologischen Instituts. 1915 vertrat er seinen Amtsnachfolger aufgrund des 1. Weltkrieges für kurze Zeit bis zu seinem Tode. A. v. Koenen war seit 1872 freiwilliger Mitarbeiter der Preußischen geologischen Landesanstalt, für die insgesamt 28 Kartenblätter im südlichen Niedersachsen und der nördlichen Rhön aufgenommen hat. Wichtige Arbeiten: „De stratis Helmstaedtiensibus oligocaenis inferioribus“ (1865), „Die Fauna der unteroligocänen Tertiärschichten von Helmstedt bei Braunschweig“ (1865), „Über Conorbis und Cryptoconus, Zwischenformen der Gattung Conus und Pleurotoma“ (1867), „Das marine Mittel-Oligocän Norddeutschlands und seine Mollusken-Fauna“ (1867), „Beitrag zur Kenntnis des norddeutschen Tertiärgebirges“ (1867), „Das Miocän Norddeutschlands und seine Molluskenfauna“ (1872), „Die Kulm-Fauna von Herborn“ (1879), „Die Gastropoda holostomata und tectibranchiata, Cephalopoda und Pteropoda des Norddeutschen Miocän“ (1882), „Über eine paleocäne Fauna von Kopenhagen“ (1885), „Beitrag zur Kenntnis der Crinoiden des Muschelkalks“ (1887), „Das Norddeutsche Unteroligocän und seine Molluskenfauna, Lieferungen I bis V“ (1889-1894), „Über die Fauna der alttertiären Schichten im Bohrloch von Lichterfelde bei Berlin“ (1892), „Beitrag zur Kenntnis der Placodermen des norddeutschen Unterdevons“ (1883), „Über einige Fischreste des norddeutschen und böhmischen Devons“ (1895), „Über Fossilien der Unteren Kreide am Ufer des Mungo in Kamerun“ (1897, 1898), „Die Ammonitiden des norddeutschen Neocom (Valanginien, Hauterivien, Barrêmien und Aptien)“ (1902), „Über die Untere Kreide Helgolands und ihre Ammonitiden“ (1904), „Über das Auftreten der Gattungen und Gruppen von Ammonitiden in den einzelnen Zonen der Unteren Kreide Norddeutschlands“ (1907), „Die Polyptychites-Arten des Unteren Valanginien“ (1909), „Die Platylenticeras-Arten des Untersten Valanginien Nordwest-Deutschlands“ (1915-1916).

 

Koritnig, Sigmund (*25.12.1912, Graz – †26.03.1994, Göttingen) – 1945-1978

Studium der Mineralogie in Graz, welches er 1939 mit der Promotion abschloß. Nach kurzer Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent an der Technischen Hochschule Aachen und der Montanistischen Hochschule in Leoben, sowie mehrjährigem Wehrdienst (1941-1944) ging er im Spätherbst 1944 als Gast an das Mineralogisch-Petrologische Institut der Georg-August-Universität in Göttingen. Ab 1945 als wissenschaftlicher Assistent und später auf die neu geschaffene Stelle des Kustos der Mineralogisch-Petrographischen Sammlungen. Nach seiner Habilitation (1951) wurde er apl. Professor (1957) und schließlich Professor und Direktor des Mineralogisch-Petrologischen Instituts (1970). Wichtige Arbeiten: „Ein Beitrag zur Geochemie des Fluor“ (1951), „Zur Mineralogie und Geologie der Umgebung von Göttingen mit Westharz und Teilen des nordhessischen Berglands“ (1968), „Einführung in die Mineralogie (Kristallographie und Petrologie)“ [C. W. Correns u. Mitarb. V. J. Zemann & S. Koritnig] (1968), „Zur Mineralogie und Geologie der Umgebung von Göttingen“ [Hrsg.] (1978).

 

Kupčik, Vladimir (*08.04.1934, Ostopovice b. Brno – †13.06.1990, Göttingen) – 1968-1990

Nach dem Studium der Mineralogie (1952-1956) Assistent an der Technischen Hochschule in Bratislava. Im Frühjahr 1965 Promotion am Lehrstuhl für Mineralogie und Kristallographie; danach zweimal Humboldt-Forschungs-Stipendiat (1965-1966, 1967) am Mineralogisch-Kristallographischen Institut der Universität Göttingen. 1968 folgte er einem Ruf als o. Professor und Direktor des Mineralogisch-Kristallographischen Instituts an die Georgia-Augusta (Nachfolge J. Zemann).

 

Liebisch, Theodor (*29.04.1852, Breslau – †09.02.1922, Berlin) – 1887-1908

1874 Promotion an der Universität Breslau (heute Wrocław, Polen) mit einem petrographischen Thema; 1875 (April-September) kurzfristige Anstellung als Assistent am mineralogischen Institut der Universität Bonn, zwischen 1875/1876 und 1880 Kustos am mineralogischen Museum der Universität Berlin, dort 1878 Habiltation. Ab Wintersemester 1880 a. o. Professor für Kristallographie und Mineralogie an der Universität Breslau, 1883-1884 o. Professor für Mineralogie an der Universität Greifswald. Zwischen Herbst 1884 und Ostern 1887 lehrte Liebisch als Ordinarius für Mineralogie an der Albertus-Universität Königsberg. Im Oktober 1887 folgte Liebisch einem Ruf als Ordinarius für Mineralogie an die Georgia-Augusta in Göttingen als Nachfolger Carl Kleins, wo er 21 Jahre lang wirkte. 1896/1897 war er Dekan der Philosophischen Fakultät, 1900-1901 Prorektor, im Dezember 1902 wurde er zum Geheimen Bergrat ernannt. Im April 1908 folgte Liebisch (wiederum Carl Klein) als o. Professor für Mineralogie und Kristallographie sowie Direktor des Mineralogisch-Petrographischen Instituts und Museums an die Universität Berlin, die er bis März 1921 inne hatte. Wichtige Arbeiten: „Über die in Form von Diluvialgeschieben in Schlesien vorkommenden massigen nordischen Gesteine“ (1874), „Geometrische Krystallographie“ (1881), „Grundriss der physikalischen Krystallographie“ (1896), „Verzeichnis und Beschreibung einer Sammlung von 58 Glas-Kristallmodellen mit eingezogenen Symmetrieachsen zur Erläuterung der Symmetrieeigenschaften der 32 Gruppen kristallisierter Körper“ [für Krantz, Bonn] (1899), „Die Synthese der Mineralien und Gesteine“ (1901).

 

Martin, Henno (*15.03.1910, Freiburg/Br. – †07.01.1998, Göttingen) – 1965-1975

Studium der Geologie, Mineralogie und Physik in Bonn, Zürich und Göttingen. 1935 Promotion an der Universität Bonn bei Hans Cloos. Im selben Jahr Emigrierung in das unter südafrikanischem Protektorat stehende Süd-West-Afrika, wo er bis 1945 zusammen mit Hermann Korn als beratender Geologe tätig war. Zwischen 1947 und 1962 Leiter der geologischen Arbeiten des Geological Survey von Südafrika in Südwestafrika; danach Direktor des „Chamber of Mines Precambrian Research Unit“ an der Universität Kapstadt. Zwischenzeitlich (1958-1960) Gastprofessor an der Universität in São Paulo, Brasilien. Ab 1965 o. Professor für Geologie und Direktor des Geologisch-Paläontologischen Institutes der Universität Göttingen. Wichtige Arbeiten: „Die Post-Archäische Tektonik im südlichen Mittelschweden“ (1939), „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste“ (in 6. Aufl. zwischen 1956-2004), “The hypothesis of continental drift in the light of recent advances of geological knowledge in Brazil and in South West Africa” (1961), „The Precambrian Geology of South-West Africa and Namaqualand“ (1965), “A bibliography of geological and allied subjects, South West Africa” (1965), “Menschheit auf dem Prüfstand: Einsichten aus 4,5 Milliarden Jahren Erd-, Lebens- und Menschheitsgeschichte” (1992).

 

Mücke, Arno (*03.02.1937, Berlin) – 1984-2002

Zwischen 1958 und 1966 Studium der Mineralogie und Geologie an der Freien Universität sowie der Technischen Universität Berlin; an letzterer Diplom (1966) und Promotion (1969) sowie Habilitation (1975). In dieser Zeit Assistent, akademischer Rat und Kustos am Institut für Mineralogie und Kristallographie der Technischen Universität Berlin, ab 1983 apl. Professor. 1984 folgte er einem Ruf auf eine C3-Professur an das Mineralogisch-Petrologische Institut der Universität Göttingen. Zwischen 1989 und 1991 war er Dekan des Fachbereichs Geowissenschaften sowie zwischen 1995-2002 Direktor des Mineralogisch-Petrologischen Instituts der Georg-August-Universität Göttingen.

 

Mügge, Johann Otto (*04.03.1858, Hannover – †09.06.1932, Göttingen) – 1908-1928

1879 Promotion bei C. Klein an der Universität Göttingen, danach Assistent am Mineralogisch-Geologischen Institut der Universität Heidelberg. Zwischen 1883 und 1886 Kustos der mineralogisch-geologischen Sammlung am Naturhistorischen Museum der Hansestadt Hamburg; danach a. o. Professor für Mineralogie an der Universität Münster. 1896 erfolgte der Ruf auf eine o. Professur für Mineralogie und Geologie an die Universität Königsberg (heute Kaliningrad). Ab 1908 o. Professor für Mineralogie und Petrographie an der hiesigen Georgia-Augusta; gleichzeitig Rufablehnung des Lehrstuhls für Mineralogie und Geologie an der Heidelberger Universität (Nachfolge Rosenbusch). 1919, nach Fertigstellung eines Anbaus am damaligen Institut, Neuordnung (zusammen mit A. Ehringhaus) der mineralogisch-petrographischen Sammlungen (inkl. der Schausammlungen). Ostern 1928 Rücktritt vom Lehramt. Wichtige Arbeiten: „Krystallographische Untersuchung einiger organischen Verbindungen“ (1879), „Mikroskopische Physiographie der Mineralien und Gesteine: ein Hilfsbuch bei mikroskopischen Gesteinsstudien“ [E. A. Wülfing & O. Mügge] (1921, 1924, 1927), „Hülfstabellen zur mikroskopischen Mineralbestimmung“ [H. Rosenbusch & O. Mügge] (1927).

 

Pleßmann [= Plessmann], Werner (*31.08.1928, Herten/Westfalen – †30.12.1972) – 1968

Studium der Geologie (ab 1949) an den Universitäten Bonn und Graz; Abschluß an letzterer mit der Promotion (1953). Zwischen 1954-1966 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geologisch-Paläontologischen Institut der Universität Göttingen, wo er sich 1959 habilitierte; ab 1965 apl. Professor. 1968 Professor für Geologie an der hiesigen Georgia-Augusta; danach (1969) Wechsel als Professor für Geologie an die Technische Hochschule Aachen. Wichtige Arbeiten: „Tektonik und Metamorphose der Bündner Schiefer in der Umgebung des Gotthardmassivs“ [H.-G. Wunderlich & W. Plessmann] (1957), „Sammlung geologischer Führer 39: Sauerland“ [H. Schmidt & W. Plessmann] (1961).

 

Pompeckj, Josef Felix (*10.05.1867, Groß-Kölln/Ostpr. – †08.07.1930, Berlin) – 1907-1913

Ab 1885 Studium der Naturwissenschaften in Berlin; dort 1890 Promotion. Danach für ein halbes Jahr Assistent im Ostpreußischen Provinzialmuseum. Zwischen Frühjahr 1891 und 1894 Assistent an der Universität Tübingen. Kurzer Aufenthalt an der Geologischen Reichsanstalt; dann Assistent und später Kustos und ab 1903 a.o. Professor an der paläontologischen Staatssammlung in München. Ab Herbst 1904 Ordinarius für Geologie und Mineralogie an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Hohenheim. Zwischen Januar und Ostern 1907 a.o. Professor für Geologie und Paläontologie sowie Direktor des Geologisch-Paläontologischen Instituts und der Bernsteinsammlung der Albertus-Universität Königsberg. Ab Herbst 1907 Extraordinarius und Professor für Geologie und Paläontologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Zwischen 1913 und 1917 Professor für Paläontologie und Historische Geologie an der Tübinger Universität. Ab 1917 bis zu seinem Tode Professor für Geologie und Paläontologie sowie Geheimer Bergrat an der Berliner Universität. Wichtige Arbeiten: „Die Trilobiten-Fauna der Ost- und Westpreussischen Diluvialgeschiebe“ (1890), „Beiträge zu einer Revision der Ammoniten des Schwäbischen Juras“ (1893, 1896), „Die Fauna des Cambrium von Tejřovic und Skrej in Böhmen“ (1895), „The Jurassic Fauna of Cape Flora, Franz Josef-Land“ (1898), „Karl Alfred von Zittel“ (1904), „Notes sur les Oxynoticeras du Sinémurien supérieur du Portugal et Remarques sur le genre Oxynoticeras“ (1906), „Die Meere der Vorzeit“ (1909), „Das Meer des Kupferschiefers“ (1914), „Die Bodenschätze der Kampfgebiete in ihrer Bedeutung fur uns und unsere Feinde“ (1915), „Gedenkrede auf Adolf von Koenen“ (1915), „Das Ohrskelett von Zeuglodon“ (1922), „Nachruf auf August Rothpletz“ (1918), „Fritz Frech“ (1919), „Umwelt, Anpassung und Beharrung im Lichte erdgeschichtlicher Überlieferung“ (1925), „Ein neues Zeugnis uralten Lebens“ (1927).

 

Reich, Mike (*30.03.1973, Wriezen a. O.) – seit 2003

Studium der Geologie-Paläontologie an der Universität Greifswald; dort Diplom (1998). Danach Wechsel an die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und Promotion (2002); zwischenzeitlich kurzfristige Anstellungen in verschiedenen Museen, u. a. dem Deutschen Meeresmuseum Stralsund, dem Pommerschen Landesmuseum in Greifswald und dem Niedersächsischen Landesmuseum Hannover. Ab 2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter (Bernsteinsammlung) an der Georg-August-Universität Göttingen; dort 2004 Übernahme der Kustodie für die gesamten geowissenschaftlichen Sammlungen (Geologie, Paläontologie, Mineralogie).

 

Reitner, Joachim (*06.05.1952, Garmisch-Partenkirchen) – seit 1994

Nach dem Diplom (1980) und der Promotion (1984) an der Universität Tübingen Wechsel an das Institut für Paläontologie der Freien Universität Berlin. Dort Assistent und Oberassistent bis 1994 sowie Habilitation (1991). Seit 1994 C4-Professor für Paläontologie und Leiter der Abteilung Geobiologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Außerdem geschäftsf. Leiter des Bereiches Museum, Sammlungen & Geopark.

 

Remane, Jürgen (*16.05.1934, Kiel – †15.11.2004) – 1962-1966

Nach dem Studium der Geologie-Paläontologie an den Universitäten Kiel, Tübingen und Grenoble Beginn der Dissertation in Tübingen bei O.H. Schindewolf (1896-1972). Promotion 1962; danach wissenschaftlicher Assistent an der Georgia-Augusta, zwischen 1962 und 1966 mit zuständig für die Sammlungen (Geologie/Paläontologie). Ab 1969 an der Universität in Neuchâtel; dort ab 1970 Privatdozent, ab 1978 Professor.

 

Ritzkowski, Siegfried (*23.04.1933) – 1966-1998

Akademischer Direktor und einer der Kustoden der Sammlungen für Geologie und Paläontologie zwischen 1966 und 1998.

 

Schmidt, Hermann (*03.11.1892, Elberfeld – †02.01.1978, Bad Godesberg) – 1922-1961/1963

Nach dem Abitur (1911) Studium der Naturwissenschaften in Erlangen, Freiburg/Br., Wien und Göttingen (unterbrochen durch den 1. Weltkrieg). 1920 Promotion bei H. Stille in Göttingen; danach eine zweijährige Assistentenzeit an der Preußischen geologischen Landesanstalt in Berlin. Zwischen 1922-1961 Kustos der Sammlungen (Geologie und Paläontologie) an der Georgia-Augusta, verbunden mit einem Lehrauftrag für Paläontologie, der später auf Geologie und Stratigraphie erweitert wurde. 1921 Ernennung zum apl. Professor; ab 1954 a.o. Professor. Wichtige Arbeiten: „Beiträge zur Kenntnis des Elberfelder Devon“ (1909), „Das Ober-Devon-Culm-Gebiet von Warstein i. W. und Belecke“ (1921), „Zwei Cephalopodenfaunen an der Devon-Carbongrenze im Sauerland“ (1924), „Die carbonischen Goniatiten Deutschlands“ (1925), „Tierische Leitfossilien des Karbon“ (1929), „Geologie der Königswandgruppe in den westlichen Karnischen Alpen“ (1930), „Versteinerungen aus dem Tier- und Pflanzenreich aus der Umgebung von Balve“ (1930), „Das Paläozoikum der spanischen Pyrenäen“ (1931), „Der Kellerwaldquarzit – mit einer Beschreibung seiner Fauna und der aus der Tanner Grauwacke“ (1933), „Fischreste aus dem Taunusquarzit“ (1933), „Conodonten-Funde im ursprünglichen Zusammenhang“ (1934), „Die bionomische Einteilung der fossilen Meeresböden“ (1935), „Einführung in die Paläontologie“ (1935), „Bionomische Probleme des deutschen Lias-Meeres“ (1939), „Geologische Vorgänge der Gegenwart (Geologie I und II)“ (1947, 1949), „Nachträge zur Deutung der Conodonten“ (1950), „Die Cornberger Fährten im Rahmen der Vierfüßler-Entwicklung“ (1959), „Sammlung geologischer Führer 39: Sauerland“ [H. Schmidt & W. Plessmann] (1961).

 

Schnorrer, Günther (*15.08.1941, Komotau/Böhmen) – 1969-2004

Wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Sammlungen der Mineralogie zwischen 1969 und 2004.

 

Schriel, Walter (*29.06.1892, Ilfeld/Harz – †27.06.1959, Göttingen) – 1937-1945

Zwischen 1937-1945 o. Professor für Geologie an der Georg-August-Universität. Wichtige Arbeiten: „Alte und junge Tektonik am Kyffhäuser und Südharz“ (1922), „Das Gold der Eder“ [F. Beyschlag & W. Schriel] (1923), „Kleine geologische Karte von Europa“ [F. Beyschlag & W. Schriel] (1925), „Geologischer Führer durch den Harz“ [F. Dahlgrün, O.H. Erdmannsdörfer & W. Schriel] (1925), „Geologisch-tektonische Übersichtskarte von Deutschland“ [W. Schriel & G. Scholz] (1928), „Der geologische Bau des katalonischen Küstengebirges zwischen Ebromündung und Ampurdan“ (1929), „Kleine geologische Karte von Deutschland“ (1930), „Die Sierra de la Demanda und die Montes Obarenes“ (1930), „Carte géologique internationale de la terre“ [Hrsg.] (1933), „Zur Stratigraphie, Tektonik und Palaeontologie des alten Unterdevons im südlichen Bergischen Lande“ [W. Schriel & W. Groß] (1933), „Carte géologique internationale de l’Europe et des régions méditerranéennes“ (1933, 1937), „La Sierra de la Demanda y los Montes Obarenes“ (1945), „Die Geologie des Harzes“ (1954). 

 

Seebach, Carl [Karl] Albert Ludwig (*13.08.1839, Weimar – †21.01.1880, Göttingen) – 1863-1880

Nach Abschluß des Gymnasiums (1858) kurze praktisch-bergmännische Arbeit in Kamsdorf. Übersiedlung nach Breslau und Studium der Geologie und Paläontologie bei F. Roemer (1818-1891); Fortsetzung seiner Studien in Göttingen und Berlin (bei E. Beyrich). 1862 Promotion in Göttingen; dort ab 1863 a.o. Professor für Geologie und Paläontologie, zwischen 1870-1880 o. Professor und Ordinarius an der Georgia Augusta. Ausrichter der Jahrestagung der Deutschen Geologischen Gesellschaft 1878; zu diesem Anlaß Neuaufstellung der geologisch-paläontologischen Sammlungen im neuen Naturhistorischen Museum. Wichtige Arbeiten: „Die Conchylien-Fauna der Weimarischen Trias“ (1862), „Der Hannoversche Jura“ (1864), „Über den Vulkan von Santorin und die Eruption von 1866“ (1867), „Das mitteldeutsche Erdbeben vom 6. März 1872“ (1873), „Ueber Vulkane Centralamerikas“ (1892).

 

Seilacher, Adolf (*24.02.1925) – 1963-1965

Promotion (1951) und Dozent (1957) an der Universität Tübingen. Danach Tätigkeiten an den Universitäten Frankfurt/M. und Bagdad. Zwischen 1963-1965 Lehrstuhlinhaber und Professor für Paläontologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Danach bis zu seiner Emeritierung (1990) Professor für Paläontologie an der Universität Tübingen als Nachfolger von O.H. Schindewolf (1896-1972). Ab 1987 auch „Adjunct Professorship“ an der Yale University in New Haven, Connecticut. 1992 erhielt er den Crafoord-Preis (Pendant zum Nobelpreis) der Kgl. Schwedischen Akademie der Wissenschaften.

 

 

Stille, Hans (*08.10.1876, Hannover – †26.12.1966, Hannover) – 1913-1932

Nach dem Abitur und drei Semestern Chemiestudium in Hannover, Wechsel an die Universität Göttingen Dort Studium der Geologie und Promotion (1898) bei A. v. Koenen. Danach kartierender Geologe der Preußischen Geologischen Landesanstalt in Berlin, dort 1904 Habilitation. 1908 Ruf auf den Lehrstuhl für Geologie und Mineralogie der Technischen Hochschule Hannover. 1912 Ruf an die Universität Leipzig; ab 1913 als Ordinarius für Geologie und Paläontologie an der Universität Göttingen. An letzterer blieb er bis 1932, er folgte dann einem Ruf an die Berliner Universität und an die Deutsche Akademie der Wissenschaften. Dort gründete er auch „sein“ Geotektonisches Institut. Im Jahre 1950 ging er nach Hannover zurück. Zahlreiche Ehrungen, Auszeichnungen und Festschriften gingen an ihn.

Wichtige Arbeiten: „Der Gebirgsbau des Teutoburger Waldes zwischen Altenbeken und Detmold“ (1900), „Geologisch-hydrologische Verhältnisse im Ursprungsgebiete der Paderquellen zu Paderborn“ (1903), „Geologische Studien im Gebiete des Rio Magdalena“ (1907), „Die Kalischätze der Provinz Hannover“ (1910), „Flusswasser und Grundwasser im Leinetale oberhalb der Stadt Hannover“ (1911), „Tektonische Evolutionen und Revolutionen in der Erdrinde“ (1913), „Das tektonische Bild des Benther Sattels“ (1914), „Die Schrumpfung der Erde“ (1922), „Göttinger Beiträge zur Saxonischen Tektonik“ [Hrsg.] (1923-1925, 1930-1932), „Rheinische Gebirgsbildung im Kristianagebiet und in Westdeutschland“ (1923-1925),  „Die Osning-Überschiebung“ (1923-1925), „Die saxonischen Brüche“ (1923-1925), „Grundfragen der vergleichenden Tektonik“ (1924), „Eine geologische Übersicht“ (1925), „Über westmediterrane Gebirgszusammenhänge“ (1927), „Die Kriegsschauplätze 1914-1918 geologisch dargestellt“ (1929), „Der derzeitige tektonische Erdzustand“ (1934), „Die Entwicklung des amerikanischen Kordillerensystems in Zeit und Raum“ (1936), „Einführung in den Bau Amerikas“ (1940), „Zur Frage der Herkunft der Magmen“ (1940), „Malaiischer Archipel und Alpen“ (1943), „Geotektonische Gliederung der Erdgeschichte“ (1944), „Die tektonische Entwicklung der pazifischen Randgebiete“ (1945), „Ur- und Neuozeane“ (1948), „Die kaledonische Faltung Mitteleuropas im Bilde der gesamteuropäischen“ (1948), „Die jungalgonkische Regeneration im Raume Amerikas“ (1949), „Das Leitmotiv der geotektonischen Entwicklung“ (1949), „Der ‚subsequente’ Magmatismus“ (1950), „Das mitteleuropäische variszische Grundgebirge im Bilde des gesamteuropäischen“ (1951), „Der geotektonische Werdegang der Karpaten“ (1953), „Die assyntische Tektonik im geologischen Erdbild“ (1958).

 

Walliser, Otto Heinrich (*03.03.1928, Krettenbach, †30.12.2010, Göttingen) – 1965-1994

Ab 1948 Studium der Geologie-Paläontologie in Tübingen, welches er dort im Juli 1954 mit der Promotion abschloß. Ab April 1954 Assistent am Geologisch-Paläontologischen Institut der Universität Marburg, dort im Juli 1961 Habilitation, danach Oberassistent. Zwischen 1965 und 1994 Lehrstuhlinhaber und Professor für Paläontologie sowie Direktor des Geologisch-Paläontologischen Instituts und Museums an der Georg-August-Universität Göttingen. Er plante und betreute den Neubau des Geologisch-Paläontologischen Institutes und Museums (Nordcampus der Universität) und leitete außerdem den Umzug von der Berliner Str. 28 in die neuen Gebäude im Sommer 1974. Zwischen 1974 und 1976 Vorsitzender der Paläontologischen Gesellschaft sowie Generalsekretär der International Palaeontological Association (IPA, 1976-1984). Zahlreiche Ehrungen, u.a. o. Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften (ab 1982) und korrespondierendes Mitglied der Sowjetischen (später Russischen) Akademie der Wissenschaften (ab 1989). Wichtige Arbeiten: „Conodonten des Silurs“ (1964), „Contributions to the paleontology of east Iran” (1966), „Global bio-events: a critical approach“ (Hrsg., 1986), „Contributions to Devonian palaeontology and stratigraphy“ (Hrsg., 1989), „Extinction Events in Earth History” (Hrsg. zusammen mit E. G: Kauffman, 1990), „Global ebents and event stratigraphy in the Phanerozoic“ (Hrsg., 1996).

 

Waltershausen, Wolfgang Sartorius von (*17.12.1809, Göttingen – †16.10.1876, Göttingen) – 1860-1876

Patenkind Johann Wolfgang von Goethes; 1834-1837 wissenschaftliche Reise nach Italien und Sizilien; 1837 Ehrendoktorwürde der philosophischen Fakultät der Georgia-August; Sommer und Herbst 1845 wissenschaftliche Reise nach England; Island-Reise im Sommer 1846 zusammen mit Robert Bunsen und Carl Bergmann; 1847 Schenkung seiner bedeutenden „Mineralien- und Krystallsammlung“ an die Universität Göttingen, damit einhergehend die Verleihung des Titels Honorar-Professor, ab 1848 a. o. Professor. Nach dem Ableben von J. F. L. Hausmann, ab 1860 o. Professor für Mineralogie und Geologie sowie Direktor der „vereinigten Sammlungen als Abtheilung des academischen Museums“. Weitere wissenschaftliche Reisen nach Italien und Sizilien 1861, 1864 und 1869. Wichtige Arbeiten: „Atlas des Ätna“ (1845-1861), „Physisch-geographische Skizze von Island mit besonderer Rücksicht auf vulkanische Erscheinungen“ (1847), „Geologischer Atlas von Island“ (1853), „Ueber die vulkanischen Gesteine in Sicilien und Island und ihre submarine Umbildung“ (1853), „Gauß zum Gedächtnis“ (1856), „Ueber die Krystallformen des Bors“ (1857), „Ueber die Berechnung der quantitativen mineralogischen Zusammensetzung der krystallinischen Gesteine, vornehmlich der Laven“ (1862).

 

Weber, Klaus (*04.12.1936, Finsterwalde, †17.10.2010, Göttingen) – 1974-2002

Zwischen 1957 und 1963 Studium der Geologie an der Freien Universität Berlin, dann dort wiss. Mitarbeiter bis 1966 (Promotion). Bis 1973 wiss. Assistent am Geologischen Institut der Ruhr-Universität Bochum, dort Habilitation und Ernennung (1974) zum Dozenten. Im selben Jahr Berufung zum Abteilungsvorsteher und Professor am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum der Universität Göttingen. Seit 1985 C4-Professor am Institut für Geologie und Dynamik der Lithosphäre an der Universität Göttingen. Rufe auf die C4-Professuren der Universitäten Frankfurt/M. (1981, Nachfolge Murawski) und Bochum (1984, Nachfolge Hoeppener). Zahlreiche Ehrungen, u.a. Hermann-Credner-Preis der Deutschen Geologischen Gesellschaft (1974), korrespondierendes Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften (seit 1999). Wichtige Arbeiten: „Gefügeuntersuchungen an transversalgeschieferten Gesteinen aus dem östlichen Rheinischen Schiefergebirge. Ein Beitrag zur Genese der transversalen Schieferung“ (1976), „International Tectonic Lexicon“ (1979, zusammen mit J.G. Dennis & H. Murawski), „The Effect of Deformation on Rocks“ (1981, zusammen mit G. Lister et al.), „Excursion-Guide Oberpfalz. 2nd Int. Symp. On Observation of the Continental Crust through Drilling“ (1985), „Ergebnisse der Vorerkundung Lokation Oberpfalz. 2. KTB-Kolloquium“ (1986, zusammen mit A. Vollbrecht), „KTB-Report 92-4“ (1992, zusammen mit A. Vollbrecht), „Textures of geological materials“ (1994, zusammen mit H.J. Bunge et al.), „Pre-Permian Geology of Central and Eastern Europe“ (1995, zusammen mit R.D. Dallmeyer & W. Franke).

Zwischen 1974 und 2002 o. Professor für Geologie an der Georg-August-Universität Göttingen.
 

Wedepohl, Karl Hans (*06.01.1925) – 1964-1993

Zwischen 1964 und 199? o. Professor für Geochemie an der Georg-August-Universität Göttingen.
 

Winkler, Helmut G. F. (*03.04.1915, Kiel – †10.11.1980, Göttingen) – 1948-1951, 1962-1976

Studium der Mineralogie, Geologie und Chemie (ab 1934) an den Universitäten Rostock, Tübingen und St. Andrews/Schottland; Herbst 1938 Abschluss mit Promotion bei C. W: Correns an der Universität Rostock. 1938-1944 Wehmachtsdienst, danach bis 1949 wissenschaftlicher Assistent am Mineralogischen Institut der Universität Göttingen, unterbrochen von einem einjährigen Aufenthalt am Geologischen Institut der Universität Leeds/England. Im April 1948 erhielt H. G. F. Winkler die venia legendi für Mineralogie; die a. o. Professur sowie das Direktorat des neu gegründeten Mineralogisch-Kristallographischen Institutes folgte im Juli 1948. 1951 folgten Rufe an die Universitäten Saarbrücken, Marburg und die TH München; Winkler wurde o. Professor und Direktor des Mineralogischen Instituts der Universität Marburg, wo er 1959/1960 auch Dekan der Philosophischen Fakultät war. 1962 folgte er den Ruf an die Georgia-Augusta als Nachfolger seines Lehrers Correns und war bis zu seiner vorzeitigen Emeritierung (1976) Direktor des Mineralogisch-Petrologischen Instituts sowie der Mineralogischen Anstalten an der Universität Göttingen. In seine Amtszeit fiel u. a. der Neubau der vier Institute der Mineralogischen Anstalten im Universitäts-Nordbereich in Göttingen. H. Winkler war zwischen 1960-1962 Vorsitzender der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft. Wichtige Arbeiten: „Kristallgröße und Abkühlung“ (1947), „Der Kristallisationsverlauf in einem tholeiit-basaltischen Magma und seine petrogenetische Bedeutung“ (1949), „Struktur und Eigenschaften der Krystalle. Eine Einführung in die physikalische und chemische Krystallkunde“ (1950), „Die Genese der metamorphen Gesteine“ (1965, 1967), „La génèse des roches métamorphiques“ (1966), „Experimentelle Gesteinskunde“ (1973), „Petrogenesis of Metamorphic Rocks“ (1974, 1976, 1979), „Petrogênese das rochas metamorficas“ (1977).

 

Zemann, Josef (*25.05.1923, Wien) – 1953-1967

1946 Promotion, 1951 Habilitation an der Universität Wien; in dieser Zeit wissenschaftlicher Assistent am Mineralogischen Institut. 1951-1952 Stipendiat am Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) in Cambridge, Ma. Zwischen 1953-1963 a. o. Professor, dann bis 1967 o. Professor und Direktor des Mineralogisch-Kristallographischen Instituts der Universität Göttingen. Folgte dann einem Ruf an das Institut für Mineralogie und Kristallographie der Universität Wien (als Nachfolger von F. Machatschki), wo er 1989 emeritiert wurde.

 

Anfragen / Berichtigungen etc. bitte an: M. Reich [mreich@gwdg.de]

 

 

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