Fossillagerstätten (Pliozän: Willershausen)

GZG.W - > 35.000 Objekte

Die umfangreichste Sammlung an botanischen und zoologischen Objekten aus dem Ober-Pliozän von Willershausen, Lkr. Northeim, Niedersachsen. Der überwiegende Teil der Sammlung stammt aus der coll. Adolf Straus (1904-1986) sowie Hermann Schmidt (1892-1978) und Dieter Meischner (1934-2012).

Geschichte
Die pliozäne Konservat-Lagerstätte Willershausen zählt zu den bedeutendsten und artenreichsten limnischen Fossillagerstätten des Tertiärs in Europa. Bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden in der ehemaligen Tongrube mehrere 10.000 Fossilien geborgen, welche sich zum größten Teil in den Sammlungen des Geowissenschaftlichen Zentrums der Universität Göttingen befinden.
Den mengenmäßig größten Anteil stellen paläobotanische Objekte, die paläozoologischen Funde sind mit mehr als 8000 Stücken jedoch ebenfalls äußerst umfangreich. Die Willershausener Fossilien zeichnen sich durch ihre exzellente Erhaltung und hohe Artenvielfalt aus.

Nachdem Fossilfunde aus der Tongrube Willershausen erstmals 1914 in einer in Göttingen angefertigten Doktorarbeit erwähnt worden sind, begann in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts der damalige Kustos der Sammlungen, Hermann Schmidt, am damaligen Geologischen Institut der Universität Göttingen mit seiner Willershausenforschung. Ab 1926 kam sein Schüler Adolf Straus hinzu und war jahrzehntelang in die dortige Sammel- und Forschungstätigkeit einbezogen. Später wurden die Göttinger Forschungsarbeiten vorwiegend durch D. Meischner und J. Paul weiterverfolgt.

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